Ursachen
Es gibt nicht den Tumorschmerz. Schmerzen bei Krebs können von unterschiedlicher
Ursache, Intensität und Dauer sein. Bei den Ursachen unterscheidet man
zwischen tumorbedingten Schmerzen und tumorassoziierten Schmerzen, therapiebedingten
Schmerzen (Links ins Glossar) und solchen, die durch eine tumorunabhängige
Zweiterkrankung bedingt sind. Im Hinblick auf die Intensität und Dauer
der Schmerzen differenziert man zwischen zeitlich begrenzten akuten Schmerzen,
intensiv auftretenden Durchbruchschmerzen und andauernden chronischen Schmerzen.
Akute
Schmerzen können durch einen Eingriff wie z.B. eine Operation
oder durch plötzliches Tumorwachstum entstehen. Sie verschwinden,
sobald die Ursache behoben, also der Tumor entfernt oder das Gewebe
verheilt ist.
Relativ häufige Schmerzen bei Krebs,
vor allem im fortgeschrittenen Stadium, sind die so genannten Durchbruchschmerzen
oder Schmerzspitzen. Sie treten plötzlich und sehr intensiv
auf und können von wenigen Sekunden bis hin zu mehreren Stunden
andauern. Oft ist eine Bewegung oder eine bestimmte Haltung der
Auslöser, manchmal entstehen sie auch ohne eindeutige Ursache.
Chronische Schmerzen sind Schmerzen,
die über lange Zeit anhalten. Oft bestehen Sie weiter, auch
wenn die ursprüngliche Ursache längst beseitigt ist.
Das unterscheidet sie vom akuten Schmerz. Grund ist das so genannte
Schmerzgedächtnis: Langanhaltende Schmerzreize haben das
Nervensystem derart verändert, dass es dem Gehirn nun dauerhaft
Schmerzsignale sendet.

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